Pausenbrot ohne Stress – Tipps für jeden Tag

Für Kinder und Jugendliche ist die Pause mehr als nur eine kurze Unterbrechung des Unterrichts. Ein gutes Pausenbrot liefert Energie, unterstützt die Konzentration und hilft dabei, den Vormittag ohne Heißhunger zu überstehen und gut durch den Schultag zu kommen. Doch gesund soll es sein – und vor allem muss es den Kindern schmecken.

Mädchen packt eine Brotdose mit Obst und Gemüse in seinen Schulrucksack.
Eine gut gefüllote Brotdose auf einem Tisch

Keine Not mit dem Pausenbrot

Die gute Nachricht vorweg: eine gute Pausenmahlzeit für die Schule muss weder kompliziert noch aufwändig dekoriert oder zeitraubend vorbereitet sein. Wichtig ist, dass sie schmeckt, möglichst ausgewogen ist und die Kinder fit durch den Schulalltag bringt.

In diesem Blogartikel haben wir ein paar kurze Infos und Tipps für eine abwechslungsreiche Pausenmahlzeit zusammengestellt.

 

Was Kinder zum Aufwachsen brauchen

Liebe – Zuwendung – gutes Essen – das sind die drei Zutaten für ein gelingendes Aufwachsen.

Gut versorgt sind Kinder mit fünf Mahlzeiten am Tag. Jeweils morgens, mittags und abends eine Hauptmahlzeit, darunter mindestens eine warme Mahlzeit. Zwei Zwischenmahlzeiten am Vormittag und am Nachmittag ergänzen die Hauptmahlzeiten.

Die täglichen Mahlzeiten sollten überwiegend pflanzlich sein: Viel frisches Gemüse, Obst, Vollkornprodukte und Kartoffeln bilden die Grundlage. Milch und Milchprodukte wie Joghurt oder Käse können das Angebot sinnvoll ergänzen. Beim Thema Trinken gilt: Bitte ausreichend und ungesüßt trinken, z. B. Wasser oder ungesüßter Tee. Das ist für Kinder ebenso wichtig wie für Erwachsene.

Tierische Lebensmittel wie Fleisch, Fisch und Eier sollten Kindern nur in Maßen angeboten werden. Süßigkeiten oder zuckerhaltige Getränke bitte nur in Ausnahmen – und bitte nicht als Belohnung, z. B. für eine gute Leistung oder „gutes“ Verhalten.

Sie selbst sind als Eltern immer das beste Vorbild und feste, gemeinsame Mahlzeiten ohne Ablenkung durch digitale Gadgets sind immer toll, weil sie ein gesundes Essverhalten fördern und das Miteinander stärken.

Pausenbrot leicht gemacht

Eine ausgewogene Brotdose lässt sich ganz einfach nach dem Baukastenprinzip, zum Beispiel dem Brotdosen-Baukasten der Initiative „Ich kann kochen“ der Sarah-Wiener-Stiftung und der Barmer, zusammenstellen:

 

1. Vollkorn als Basis
Brot, Brötchen oder Wraps aus Vollkorn liefern komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Sie machen länger satt als stark verarbeitete, helle Backwaren. Geeignet sind zum Beispiel:

 

Vollkornbrot | Mischbrot | Vollkornbrötchen | Vollkorn-Wraps | Knäckebrot

 

Tipp: Wenn Ihr Kind Vollkornbrot zunächst ablehnt, starten Sie mit einem Mischbrot und erhöhen Sie den Vollkornanteil nach und nach.

 

2. Ein leckerer Belag
Das Brot wird mit einer Eiweißquelle und einem passenden Belag zum richtigen Energiespender.
Ideen sind:

 

Frischkäse mit Gurke | Käse mit Tomate | Hummus mit Paprika | Naturbelassener Frischkäse mit Kräutern | Ei mit etwas Kresse | Avocado mit Frischkäse | Puten- oder Hähnchenaufschnitt

 

Dabei gilt: Nicht jeden Tag muss es das gleiche Wurst- oder Käsebrot sein. Abwechslung macht die Brotdose interessanter.

 

3. Obst und Gemüse – bunt macht Spaß
Eine Portion Obst oder Gemüse gehört für viele Kinder selbstverständlich in die Brotdose – besonders wenn es appetitlich vorbereitet ist.
Gut geeignet sind beispielsweise:

 

Apfelspalten | Beeren | Weintrauben | Mandarinen | Gurkenscheiben | Paprika | Möhrensticks | Cocktailtomaten

 

Der Trick für Gemüse-Muffel: Kleine Stücke, verschiedene Farben und handliche Portionen funktionieren oft besser als eine große Portion Gemüse.
Ein paar rote Paprikastreifen, gelbe Tomaten und grüne Gurke sehen in der Brotdose gleich viel spannender aus.

 

4. Trinken nicht vergessen
Eine wiederverwendbare Trinkflasche gehört deshalb genauso selbstverständlich in den Schulranzen wie die Brotdose. Dabei gilt: Wasser ist der beste Durstlöscher.
Vermeiden Sie lieber stark zuckerhaltige Getränke wie Limonaden oder gesüßte Eistees oder die vielgeliebte Vanille- oder Schokomilch. Diese Getränke liefern viel Zucker, löschen aber keinen Durst.

Ein Schulkind sitzt auf einem Schulhof und trinkt aus einer wiederauffüllbaren Flasche Wasser
Ein stilisiertes Icon einer Glühbirne

Wünsche erfragen – Wünsche erfüllen

 

Klar, Kinder wollen und sollen mitbestimmen, denn grundsätzlich gibt es für Kinder keinen Essenszwang. Kinder entscheiden selbst, wann sie wie viel essen wollen. Was sie essen wollen, ist manchmal glasklar, aber nicht immer gesund… hier hilft gute Kommunikation und etwas Geduld, um Schritt für Schritt an gesundes Essen heranzuführen. Und wenn Kinder selbst bei der Zubereitung helfen können, dann schmeckt es gleich umso besser.

 

Auch beim Pausenbrot kann man Vorlieben berücksichtigen. Fragen Sie Ihr Kind, was es gerne in der Brotbox haben möchte. Manche Kinder sind jeden Tag mit einem belegten Brot und einem Stück Gurke zufrieden. Andere essen vielleicht lieber mit etwas Abwechslung in der Pause.

 

 

Auf die richtige Mischung kommt es an

 

🥪 Getreide + 🧀 Eiweißquelle + 🍎 Obst/Gemüse + 💧 Wasser

 

Und wenn die Brotdose mal voll zurückkommt? Kein Problem, die Ernährungsprofis von @ichkannkochen_de wissen Rat.

Außerdem sollte sich die Brotdose an das Frühstück anpassen. Wurde zuhause schon gut gefrühstückt, reicht oft eine kleinere Stulle. Hat das Kind morgens wenig gegessen, darf die Brotdose sättigender sein.

Stilisierte Sprechblasen

Unser Rat

Brotdosenbaukasten an die Pinnwand in der Küche – so haben Eltern und Kinder einen guten Überblick, auch für die Wünsche Ihrer Kinder.

 

Zum Brotdosenbaukasten der Initiative #ichkannkochen der Sarah-Wiener-Stiftung und der Barmer geht es hier lang.

 

Unkomplizierte Frühstücksideen für Familien finden Sie hier:

https://familienkueche.de/blog/artikel/schnelle-fruehstuecksideen-fuer-familien/

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